Herford, 2. November 2026
Pressemitteilung: IG Metall Herford startet erfolgreich in die Tarifauseinandersetzung bei Kannegiesser und Hettich ONI Vlotho/Herford.
Die Beschäftigten der beiden Betriebe setzen ein deutliches Zeichen für faire Entgelte, Beschäftigungssicherung und Beteiligung am Unternehmenserfolg
Mit einer starken Beteiligung und großer Geschlossenheit sind die Beschäftigten von Kannegiesser und Hettich ONI in die Warnstreikphase der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2026 gestartet. Die Kolleginnen und Kollegen sowie die IG Metall Herford sind sich einig: Ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber muss beim nächsten Verhandlungstermin auf den Tisch. Die gemeinsame Warnstreikaktion in Vlotho zeigte eindrucksvoll, dass Solidarität über Betriebsgrenzen hinweg gelebt wird. Beschäftigte aus unterschiedlichen Unternehmen standen Seite an Seite für eine ge rechte Tariflösung und gegen Reallohnverluste.
Markus Krecht, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Herford, erklärt: „Der heutige Warnstreik war ein starkes Signal an die Arbeitgeber. Die Kolleginnen und Kollegen haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie bereit sind, gemeinsam für ihre berechtigten Forderungen einzustehen. Die Beteiligung und die Stimmung haben deutlich gemacht: Die Beschäftigten akzeptieren kein Angebot, das ein dickes Minus beim Einkommen bedeutet.
Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem 5 Prozent mehr Entgelt, Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen.
Bereits am morgigen 3. November setzt die IG Metall Herford die Warnstreikaktionen fort. Dann werden die Beschäftigten von Paul Hettich in Kirchlengern die Tarifbewegung weitertragen. Unterstützung erhalten sie dabei von den Kolleginnen und Kollegen von A+F -Automation + Fördertechnik-, die ebenfalls zur Kundgebung er wartet werden. Krecht sieht darin ein wichtiges Signal für die weitere Tarifauseinandersetzung: „Die heutige Beteiligung hat gezeigt, wie groß der Zusammenhalt in unserer Region ist. Morgen werden die Kolleginnen und Kollegen bei Paul Hettich und A+F diesen Weg fortsetzen. Die Beschäftigten stehen gemeinsam für Respekt, Wertschätzung und ihre berechtigte Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen ein.“
Die IG Metall Herford rechnet auch bei der morgigen Warnstreikaktion mit einer hohen Beteiligung und erwartet, dass der Druck auf die Arbeitgeber weiter zunimmt.
„Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, am Verhandlungstisch deutlich nachzubessern. Die Beschäftigten senden ein klares Signal: Wer Leistung verlangt, muss auch bereit sein, Leistung gerecht zu entlohnen. Die Tarifbewegung nimmt Fahrt auf“, so Krecht abschließend.
Gemeinsamer Warnstreik bei Paul Hettich in Kirchlengern: Beschäftigte von Paul Hettich und A+F setzen Zeichen für die Forderungen der IG Metall.
Kirchlengern, 3. November 2026 Die Aktion begann heute um 9:30 Uhr, an der Hauptverwaltung von Paul Hettich. Von dort aus zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem gemeinsamen Warnstreik-Walk zum Schotterparkplatz unterhalb des Aqua Fun. Mit Fahnen und lautstarker Unterstützung machten die Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen und eine spürbare Verbesserung ihrer Entgelt- und Arbeitsbedingungen erwarten. „Die Beschäftigten haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass sie zusammenstehen. Der Warn streik-Walk hat deutlich gemacht, wie groß die Unterstützung für die Forderungen der IG Me tall in den Betrieben ist. Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, am Verhandlungstisch ein ver handlungsfähiges Angebot vorzulegen“, erklärt Markus Krecht, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Herford. Ein fettes Minus bis 2029 haben die Kolleginnen und Kollegen nicht verdient, die die Betriebe am Laufen halten! Die gemeinsame Aktion der Beschäftigten von Paul Hettich und A+F war von großer Solida rität geprägt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten deutlich, dass gute Arbeit faire Entgelte und gute tarifliche Bedingungen verdient. Die IG Metall Herford bedankt sich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die starke Beteili gung und das klare Signal der Geschlossenheit. Die heutige Aktion hat gezeigt: Die Beschäf tigten sind bereit, gemeinsam und solidarisch für ihre berechtigten Interessen einzutreten.
Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2026: Warnstreik in Bünde angekündigt Beschäftigte von HORA eTec und Imperial beteiligen sich am 5. November an Tarifaktion mit Umzug durch die Innenstadt.
Bünde/Herford. Die IG Metall Herford hat die Beschäftigten der Unternehmen HORA eTec und Imperial für Mittwoch, den 5. November, zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Aktion ist Teil der laufenden Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie. Ab ca. 9:15 Uhr ist ein Tarifumzug durch Bünde geplant. Die Strecke führt von der Miele Straße über die Roonstraße, die Hauptstraße, die Alte Borriesstraße und die Borries straße zurück zur Miele-Straße. Mit dem Umzug wollen die Beschäftigten ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde sichtbar machen. „Die Beschäftigten wollen mit ihrer Beteiligung deutlich machen, dass sie Fortschritte in den Tarifverhandlungen erwarten, ein anständiges Angebot und keine Provokation“, sagt Markus Krecht, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Herford. Die Beschäftigten von HORA eTec und Imperial beteiligen sich damit an den bundesweiten Warnstreikaktionen der IG Metall. Nach Angaben der Gewerkschaft sind die bisherigen Ver handlungen bislang ohne zufriedenstellendes Ergebnis geblieben. In den vergangenen Tagen hatte es bereits in mehreren Betrieben der Region Warnstreikak tionen gegeben. Mit den Protesten soll der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden, in den laufenden Verhandlungen ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Aktuell liegt der IG Metall ein Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch, bei dem die Beschäf tigten, bis Ende 2028 Geld mitbringen müssten. Völlig inakzeptabel, so Krecht.
PRESSEMITTEILUNG IG Metall-Bezirksleitung NRW, Düsseldorf, 04.11.2026
Heute 11.300 Warnstreikende in 168 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie NRW
Mit bisher 11.300 Warnstreikenden in 168 Betrieben wurden die Warnstreiks in der nordrhein-westfäli schen Metall- und Elektroindustrie am Mittwoch mit hoher Intensität fortgeführt. Die größte landesweite Kundgebung fand in Siegen statt. Dort beteiligten sich 1.200 Beschäftigte aus 26 Betrieben an einer Demonstration und Kundgebung. Bei Ford in Köln kamen 800 Beschäftigte zu einer Kundgebung zusammen. In Bocholt demonstrierten 600 Beschäftigte aus 10 Betrieben für die Forderung der IG Metall. Auch in Paderborn beteiligten sich 570 Beschäftigte aus 5 Betrieben an einer Warnstreikak tion. In Dortmund folgten 500 Beschäftigte aus 3 Betrieben dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Weitere Warnstreiks fanden in Übach-Palenberg, Heinsberg, Bestwig, Meschede, Alpen, Dinslaken, Düren, Stolberg, Düsseldorf, Ratingen, Gelsenkirchen, Oelde, Hagen, Monheim, Köln, Bergheim, Kleve, Kempen, Minden, Mönchengladbach, Essen, Lennestadt, Olsberg, Olpe, Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Unna, Hamm und Lippstadt statt. Die 3. Verhandlung in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie NRW findet am Montag, den 09.11.2026 in Düsseldorf statt.